Rabengesang – Kapitel 13 – Fortsetzung


Sie waren wieder zu sich gekommen, völlig unbeschadet. Keiner hätte sich das erklären können, wenn er es mit eigenen Augen gesehen hätte, es kam jedoch nie dazu. “Du Emily,” sprach Tatiana wie nebenbei. “mir kam da so eine Idee.” “Die wäre?”, fragte Emily neugierig und war ganz Ohr. “Wie wäre es, wenn wir unserem griesgrämigen Nachbarn einen Streich spielen?” “Meinst du dem alten Rudolf?” “Genau dem!” “Der alte Spießer hat das sicher verdient! Dann hat er auch einmal Spaß im Leben und was zu lachen, wir würden ihm sicher etwas Gutes tun.” Emily lachte auf, ihre Schwester tat ihr kurz darauf gleich. Tatiana erzählte ihr was sie machen würden. Emily gefiel der Plan sehr und sie warteten darauf, dass der alte Rudolf aus dem Haus war, um ihn durchzuführen.

Es war Abend. Rudolf kam spät nach Hause. Er schloss die Tür auf. Jedenfalls versuchte er es, der Schlüssel passte nämlich nicht mehr ins Schloss. “Verdammt, was soll dieser Mist!”, knurrte der Alte. Er schlug wütend gegen die Tür, die darauf locker aus den Angeln flog. Rudolf hob die Braue. Als er eintrat stach ihm ein vermoderter Geruch in die Nase. Was konnte das sein? “Miau!”, klang es freundlich. Rudolf entspannte sich und freute sich als er seine Katze Mina zu hören bekam, er schaute zur Seite, dorthin wo die Katze sich am liebsten aufhielt, an ihrem Schlafplatz. Da war sie nicht. Der Mann sah auf und hielt sich die Hand an die Brust, als er spürte, wie sein Herz vor Schreck schmerzte. Mina hing vor Blut triefend an der Wand, sie miaute und ihre Tatzen waren mit Nägeln an die Wand geschlagen. Rudolf bekam den Mund nicht mehr zu und wollte schreien, seiner Kehle entsprang jedoch kein Ton. “Überraschung!”, schrie Emily lachend und sprang Rudolf entgegen. Aus ihren Fäusten ragten Katzenkrallen, die sie Rudolf in die Augen bohrte. Er schrie vor Schmerzen auf und sein Herz pochte laut, setzte kurzzeitig aus, um dann stärker und schneller zu schlagen. “Macht es Ihnen Spaß?”, fragte nun Tatiana sichtlich amüsiert, packte Rudolfs Hände und presste sie mit unmenschlicher Kraft an die Wand. Emily grinste und schlug mit einem Gummihammer Nägel durch sie. Der alte Mann schrie wie am Spieß, jedoch half es nicht, da keiner außer die beiden Mädchen ihn hören konnte. Nach Stunden von Jux und Freude waren sie fertig. Sie hatten die Wohnung vom alten Spießer angezündet und flogen, sich an den Händen haltend und lachend, mit aus dem Rücken ragenden Teufelsschwänzchen und kleinen Hörnern durch den Nachthimmel.

 

 

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