Rabengesang Winter- Fortsetzung


Eine Familie wurde abgeführt. Von in Elfenkostüme gekleidete Polizisten. Oder waren es doch wirkliche Elfen? Dave würde bald die Wahrheit über die Stadt erfahren. Er ging wieder zum Stand seiner Eltern. „Dave, schläfst du etwa noch nicht?“, fragte ihn seine Mutter besorgt. „Lass ihn doch schlafen, wir haben doch eine so weihnachtliche und familiäre Stimmung und der Junge hat morgen doch keine Schule!“, verteidigte ihn sein Vater Richard. Tatsächlich waren in dieser Stadt die ganze Winterzeit lang Ferien. „Papa, “ fragte Dave seinen Vater, während er ihn am Mantelsaum zog, „Was macht die Polizei dort mit der Familie? Sie haben doch nichts Schlimmes getan und wer sind diese Leute?“ „Das mein Junge, “, antwortete Richard dem neugierigen Jungen, „sind Verbrecher. Sie haben ihr Haus noch nicht geschmückt, so wie es das Weihnachtsgesetz vorschreibt! Und die Leute, die sie abführen, das sind Elfen, Gehilfen des Weihnachtsmanns!“ Natürlich wusste Dave nicht, dass andernorts der Weihnachtsmann bloß ein Trugbild für die Kinder war. Er erschrak darüber. „Also werden alle, die ihr Haus nicht schmücken, verhaftet? Aber wir haben unseres doch verziert, also passiert uns auch nichts, oder, Vater?“ „Genau, Sohn. Und da du ein so braver Racker bist, bekommst du auch zu Weihnachten vom Weihnachtsmann genau das, was du dir gewünscht hast!“ Richard wuschelte Dave mit der Hand durch die Haare.
Der Junge half seinen Eltern fleißig beim Verkauf der Lebkuchen. Es wurden viele verkauft und es blieb nur noch ein letzter übrig- ein riesiger Lebkuchen, welcher stets ausgestellt wurde, sobald alle anderen aus dem Sortiment waren. Männer mit langen Ohren erschienen- sie trugen grellgrüne Mäntel mit roten Streifen. “Ist hier eine Lisa, Ehegattin von Richard Henderson?”, fragte der Vorderste. “Jawohl, das bin ich!”, meldete sich die Mutter von Dave. Ein zweiter Mann entriss ihr das größte Lebkuchenherz und schrieb etwas darauf. Der dritte nahm sein Gewehr und zielte auf Lisa. Richard erschrak, und in dem Moment, als Dave schreien wollte, schoss der Elf auf die Mutter. Blut spritzte aus ihr und sie war schnell tot. “Unsere Aufgabe ist hiermit erledigt!”, verkündete der vorderste Elf. Der zweite grinste und gab Dave das Lebkuchenherz. Darauf stand, in Zuckerguss: “Dein persönliches Geschenk!”
Durch die Nacht hallte es “Ho, ho, ho!” und die Sterne funkelten.

 

 

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